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Anholt und seine Geschichte

  
vor Chr.Erste Anzeichen auf Zivilisation im Gebiet der "Breiten Issel" - Bredenasle",
 sowie Hinweise auf Streusiedlung im Bereich der eiszeitlichen Dünenhügel
 wegen jährlicher Überschwemmungen.
  
9. Jhd.Missionierung des Gebietes der Issel von Utrecht her. Gründung der
 Mutterkirche zu Ehren des hl. Pankratius (gemäß Patrozinienforschung).
  
11. Jhd.Entstehung der Siedlung Anholt. Gleichzeitig Errichtung der Burg als östliches
 Bollwerk gegen die Sachsen und das Bistum Köln durch Bischof von Utrecht.
 Vagen Vermutungen nach stammt der Wehrturm der Burg schon aus dem Jahre 1000.
  
12. Jhd.Erste urkundliche Nennung des Namens "Anholt" (Anout, Anehalt).
  
Ende 12. Jhd.Erste urkundliche Nennung des Names "Anholt" (auch Anout, Anehalt) im Utrechter
 Lehnsbuch. Belehnung des "Here von Anholt" (van Zulen) mit Burg und Herrschaft
 durch den Bischof von Utrecht.
  
ca. 13. Jhd.Bau der romanischen Stadtkirche innerhalb der mit Plankenzaun und Graben
 befestigten Siedlung Anholt.
  
1347Verleihung der Stadtrechte; Wappenemblem: zwei Maueranker.
  
1348Bau neuer Wehranlagen mit Steinmauer, Wehrtürmen u. 2. Graben. 
 Drei Tore nach Ost und West bzw. Süd, zur Burg hin. 
  
1403Die Herren von Bronckhorst übernehmen die Regentschaft.
  
1431Kaiser Sigismund bestätigt Anholt den Stand der "Reichsunmittelbarkeit"
  
1451Übertragung der Pfarrrechte und damit des Patronnamens
 Pankratius von der Moderkerke an die Stadtkirche.
  
um 1500Erstellung von zusätzlichen Befestigungsanlagen gegen 
 Artilleriebeschuß: Wall und Außengraben; Mauern erhalten
 Brustwehr; Wachtturm am nördlichsten Punkt.
  
1510Zerstörung von Stadt und Burg durch Herzog Karl von Geldern,
 der das gesamte Areal für sich beansprucht.
 Feuersbrunst, Ausbruch der Pest.
  
1512-40Anholt steht unter Gelderscher Herrschaft.
  
1540Johann Jakob von Bronckhorst erreicht durch Kaiser Karl V
 die Rückgabe des Besitzes von Geldern.
  
1567Bau des Rathauses an der Stelle des zerstörten alten Rathauses
 mit zunächst einer Treppe.
  
1580Eroberung und Zerstörung von Anholt durch die
 niederländische "Utrechter Union" (Geusen).
  
1581-86Entsatz durch Herzog von Kleve.
 Wiederaufbau von Stadt und Burg.
  
1588Erneuter Ausbruch der Pest.
  
1591-98Anholt wird mehrmals geplündert und gebrandschatzt.
  
1638Eroberung durch Niederländer und Hessen.
  
1647Erster Fürst zu Salm aus Senones Frankreich
  
1670Errichtung der Regnieter Kapelle für die Katholiken Hollands.
  
1697Umbau der Burg zum Schloss.
  
1702Es gab wieder einen Pestausbruch.
  
1711Eroberung von Stadt und Schloss durch die Franzosen. Plünderungen.
  
1742Fürst Nikolaus Leopold zu Salm Salm.
  
1760Besiedlung der "Gendringer Vorstadt" (Vörpoort), weil es in den Mauern 
 Anholts zu eng wurde.
  
1794Das Rathaus erhält die zweite Treppe.
  
1802Anholt erhält eine Poststation (Postweg führt von Leipzig, Hannover, 
 Münster, Arnheim nach Amsterdam.
 Residenzstadt der Salmschen Hoheit über die Ämter Ahaus u. Bocholt.
  
1804Umbau der Regnieter Kapelle zur Fürstlichen Gruftkapelle.
  
1811Ende der Landeshoheit der Herren von Anholt.
 Anholt wird preußische Stadt des Kreises Borken.
  
1820Die Stadtmauer wird abgebrochen. Ein paar Reste bleiben erhalten.
  
1836Umbau des Rathauses.
  
1851Baubeginn der jetzigen neoromanischen St. Pankratius Kirche.
  
1862Abbruch der alten Stadtkirche und Übertragung der Pfarrrechte
 und des Pankratius-Patroziniums auf die neue Kirche.
  
um 1900Ausbau des Schlossparks und der Schweiz.
  
1911Bau der evangelischen Friedenskirche.
  
1918Der erste Weltkrieg fordert 54 Gefallene.
  
1945Zerstörung der Altstadt; Sprengung der beiden Kirchtürme St. Pankratius
 durch eigene Truppen. Fliegerbomben und Artelleriebeschuss zerstören 97%
 von Anholt. 117 Gefallene und 29 Zivilopfer.
 Wiederaufbau beginnt. Anholt hat 1.800 Einwohner.
  
  
1974Letzter eigenständiger Magistrat aufgrund Verwaltungsreform.
  
1975Die Stadt Isselburg wird im Zuge der kommunalen Neugliederung aus den 
 Städten Anholt, Isselburg, Werth und Gemeinden Heelden, Herzebocholt,
 Vehlingen und einem Teilgebiet der Gemeinde Wertherbruch gebildet.
  
1990Neuanlage der Schneidkuhle.
  
1991Neupflasterung des Stadtkerns. 
 Anholt hat 3.850 Einwohner.
  
1995Anholt hat ca. 4.000 Einwohner.
  
2002Anholt hat 4.139 Einwohner.